Die Universität Witten/Herdecke ist für ihr Seminar „Zukünfte entwerfen – Visionen, Werte, Wandel“ mit der Hochschulperle des Monats September ausgezeichnet worden. Der Stifterverband würdigt damit ein Lehrangebot, das Studierende dazu anregen soll, gesellschaftliche und technologische Veränderungen nicht nur zu analysieren, sondern eigene Zukunftsszenarien zu entwickeln und Gestaltungsmöglichkeiten zu erkennen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, wie sich das Zusammenleben in zehn, 20 oder 50 Jahren verändern könnte und welche Rolle Entwicklungen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Klimawandel und demografischer Wandel dabei spielen. Gleichzeitig beschäftigt sich das Seminar damit, welche Werte und Entscheidungen zukünftige Entwicklungen prägen und welchen Einfluss heutiges Handeln darauf haben kann.
Kritisches Denken und Perspektivwechsel im Mittelpunkt
Die Teilnehmenden setzen sich mit unterschiedlichen möglichen Zukunftsbildern auseinander und trainieren dabei Kompetenzen wie Urteilsvermögen, ethisches Bewusstsein, kritisches Denken und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Mithilfe praxisnaher Methoden werden verschiedene Szenarien entwickelt und daraufhin untersucht, welche Folgen gesellschaftliche, technologische oder ökologische Veränderungen für unterschiedliche Lebensbereiche haben könnten.
Das Seminar verbindet wissenschaftliche Analyse mit kreativen Arbeitsformen und persönlicher Reflexion. Es wurde vom Lehrstuhl für Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen sowie von der Juniorprofessur für Digital Health entwickelt und soll einen geschützten Raum bieten, in dem sich Studierende mit Unsicherheiten, verschiedenen Perspektiven und eigenen Vorstellungen einer lebenswerten Zukunft auseinandersetzen können.
Jury lobt Verbindung von Reflexion und Gestaltung
Nach Einschätzung der Jury des Stifterverbandes zeichnet sich der Kurs insbesondere durch die Verbindung von Zukunftsreflexion, kreativer Szenarioarbeit und gesellschaftlicher Verantwortung aus. Das Angebot stärke wichtige Zukunftskompetenzen wie kritisches Denken, Perspektivwechsel und die Fähigkeit, Veränderungsprozesse aktiv mitzugestalten.
Zukunft werde in dem Seminar nicht als feststehende Entwicklung verstanden, sondern als Prozess, auf den Menschen Einfluss nehmen könnten. Die Teilnehmenden sollen dadurch lernen, Unsicherheiten produktiv zu bearbeiten, unterschiedliche Sichtweisen auszuhalten und eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen.
Hochschulperle zeichnet innovative Projekte aus
Mit der Hochschulperle stellt der Stifterverband jeden Monat ein beispielhaftes Projekt aus dem Hochschulbereich vor. Aus den zwölf Monatsauszeichnungen wird anschließend per Abstimmung die Hochschulperle des Jahres gewählt.
2026 steht die Auszeichnung unter dem Schwerpunkt „Future Skills 2030 – Kompetenzen für die Welt von morgen“. Gesucht werden Projekte, die Studierende, Promovierende oder Hochschulbeschäftigte auf eine sich verändernde Arbeits- und Lebenswelt vorbereiten und Zukunftskompetenzen bereits fest in ihre Angebote integrieren.
Die Ausschreibung ist Teil der „Zukunftsmission Bildung“ des Stifterverbandes. Ziel ist es, Bildungsangebote weiterzuentwickeln und mehr Menschen Fähigkeiten zu vermitteln, die für gesellschaftlichen und technologischen Wandel benötigt werden. Bewerbungen und Vorschläge für weitere Hochschulprojekte sind fortlaufend möglich.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V./Veröffentlicht am 28.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
- Neues Spiel zeigt Jugendlichen die Macht von Algorithmen - 5. Oktober 2026
- Online-Test hilft bei Entscheidung für Pflegeausbildung - 5. Oktober 2026
- Uni Witten/Herdecke erhält Hochschulperle für Zukunftsseminar - 30. September 2026






