Schülervertretung fordert sichere soziale Medien

Nima

Social Media Kinder

Vor dem Hintergrund der Gerichtsverhandlung gegen Meta in den USA fordert die Bundesschülerkonferenz mehr Schutz für Kinder und Jugendliche im Umgang mit sozialen Medien. Dem Konzern wird vorgeworfen, Kinder gezielt an Facebook und Instagram gebunden und bekannte Risiken verschwiegen zu haben.

Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschülerkonferenz, erklärte im Interview bei phoenix, große Plattformen würden bislang nicht ausreichend in Verantwortung genommen. Es müsse anerkannt werden, dass soziale Medien ein erheblicher Risikofaktor für junge Menschen sein können.

Algorithmen und Falschinformationen als Risiko

Kirchhoff verwies darauf, dass Algorithmen Dauerscrollen begünstigen können. Zudem bestehe eine Gefahr durch Falschinformationen. Gleichzeitig dürfe aber nicht übersehen werden, dass soziale Medien für manche Kinder und Jugendliche auch Schutzräume schaffen können.

Sie könnten Orte der Identifikation sein und jungen Menschen das Gefühl geben, mit bestimmten Erfahrungen nicht allein zu sein. Gerade deshalb müssten soziale Medien insgesamt sicherer für Kinder und Jugendliche gestaltet werden.

Schulen sollen stärker begleiten

Aus Sicht der Bundesschülerkonferenz braucht es an Schulen bessere Anlaufstellen. Das Thema mentale Gesundheit werde dort bislang wegen fehlenden Wissens und mangelnden Fachpersonals nur unzureichend aufgefangen.

Schulen sollten nach Kirchhoffs Einschätzung nicht nur Orte der Intervention sein, wenn Probleme bereits entstanden sind. Sie müssten auch präventiv wirken, etwa durch Medienbildung. Kinder und Jugendliche sollten lernen, sich im digitalen Raum besser zu schützen.

Verantwortung nicht nur auf Eltern verlagern

Kirchhoff sprach sich dafür aus, begleitende Strukturen direkt an Schulen zu schaffen. Die Verantwortung dürfe nicht allein in die Elternhäuser ausgelagert werden. Dort fehlten häufig Kapazitäten oder das notwendige Wissen, um Kinder und Jugendliche ausreichend im Umgang mit sozialen Medien zu unterstützen.

Ein allgemeines Handyverbot an Schulen hält die Bundesschülerkonferenz derzeit nicht für zielführend. Das Problem im Zusammenhang mit mentaler Gesundheit und sozialen Medien entstehe nicht nur während der Schulzeit. Entscheidend sei vielmehr, dass Kinder und Jugendliche insgesamt nicht ausreichend begleitet würden.

Medienbildung braucht digitale Geräte

Ein Verbot würde aus Sicht Kirchhoffs keine bessere Begleitung schaffen. Zudem würden digitale Endgeräte derzeit noch gebraucht, um Medienbildung überhaupt umsetzen zu können.

Viele Schulen seien noch nicht vollständig mit entsprechender Technik ausgestattet. Deshalb brauche es statt pauschaler Verbote vor allem Aufklärung, Prävention, Fachpersonal und sichere Rahmenbedingungen für junge Menschen im digitalen Raum.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Phoenix/Veröffentlicht am 19.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.