Nordrhein-Westfalen baut den Verfassungsschutz weiter aus. Erstmals richtet das Land dafür eine eigene Laufbahnausbildung ein. Ziel ist es, dauerhaft qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen und die freiheitliche demokratische Grundordnung besser zu schützen.
Das Landeskabinett hat die Einführung der neuen Ausbildung am Dienstag, 14. Juli 2026, auf Vorschlag von Innenminister Herbert Reul beschlossen.
Reul sieht Demokratie stark unter Druck
Innenminister Herbert Reul erklärte, die Demokratie stehe durch Extremismus, Spionage und Desinformation so stark unter Druck wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Deshalb müsse der Verfassungsschutz als Schutzmechanismus der Demokratie weiter gestärkt werden.
Nach Reuls Einschätzung braucht es Fachkräfte, die Angriffe frühzeitig erkennen, Gefahren richtig einschätzen und rechtzeitig reagieren können. Wer die offene Gesellschaft angreife, müsse auf einen aufmerksamen Verfassungsschutz treffen, der Freiheit und Grundrechte verteidige.
Neue Laufbahn für den Verfassungsschutz
Mit der eigenen Laufbahnausbildung reagiert Nordrhein-Westfalen auf die verschärften sicherheitspolitischen Herausforderungen der vergangenen Jahre. Grundlage ist eine neue Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.
Diese schafft erstmals eine eigenständige Laufbahn für den Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen. Zugleich bildet sie die rechtliche Grundlage für die Ausbildung von Regierungsinspektoranwärterinnen und Regierungsinspektoranwärtern.
Ausbildung verbindet Studium und Praxis
Die neue Ausbildung dauert drei Jahre und kombiniert wissenschaftliches Studium mit praktischen Ausbildungsabschnitten. Der überwiegende Teil findet beim Bundesamt für Verfassungsschutz sowie an der Hochschule des Bundes statt.
Am Ende steht ein Bachelorabschluss. Inhaltlich sollen die Anwärterinnen und Anwärter fachliche Kenntnisse ebenso erwerben wie ein fundiertes Verständnis demokratischer Werte und rechtsstaatlicher Grundsätze.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern. Außerdem lernen die Nachwuchskräfte, wie ein demokratisch kontrollierter Nachrichtendienst arbeitet.
Erste Einstellungen ab 2027 geplant
Zum Start sollen ab 2027 zunächst zwei Anwärterinnen und Anwärter eingestellt werden. Perspektivisch plant Nordrhein-Westfalen, die Zahl auf bis zu fünf Einstellungen pro Jahr zu erhöhen.
Bewerbungen für die neue Laufbahnausbildung sollen voraussichtlich ab Herbst 2026 möglich sein.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Land NRW/Veröffentlicht am 15.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
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