Die Bundessiegerinnen und Bundessieger des Jugend-forscht-Bundesfinales 2026 stehen fest. In Herzogenaurach wurden Deutschlands beste Nachwuchstalente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand bei Schaeffler vor mehr als 1.000 Gästen statt.
An der Siegerehrung nahmen unter anderem Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht, Matthias Hauer als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sowie Klaus Rosenfeld und Georg F. W. Schaeffler von der Schaeffler AG teil. Für das 61. Bundesfinale hatten sich 159 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit 116 Projekten qualifiziert. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb gemeinsam von Schaeffler als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht.
Den Preis des Bundespräsidenten für eine außergewöhnliche Arbeit erhielten Viyona Singh und Aarav Singh, beide 14 Jahre alt, aus Mountain View in Kalifornien. Sie hatten sich über den Landeswettbewerb in Bayern für das Bundesfinale qualifiziert. In ihrer Arbeit zeigten sie, dass sich seltene spiegelbildliche Varianten bestimmter Proteine mit physikbasierten Modellen besser vorhersagen lassen als mit KI-basierten Ansätzen.
Mit dem Preis des Bundeskanzlers für die originellste Arbeit wurde Tim Kammel aus Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Der 18-Jährige beschäftigte sich mit der Physik von Sanduhren. Mithilfe eines selbst entwickelten Versuchsaufbaus untersuchte er, wie sich unterschiedliche Öffnungsgrößen und Trichterformen auf das Strömungsverhalten von Sand auswirken, und entwickelte dazu eine Computersimulation.
Der Preis der Bundesbildungsministerin für die beste interdisziplinäre Arbeit ging an Julian Scharnowski aus Baden-Württemberg. Der 20-Jährige entwickelte eine kostengünstige spezielle Vakuumpinzette, mit der sich winzige Elektronikbauteile präzise per Unterdruck auf Platinen platzieren lassen.
Vincent Nack aus Bayern erhielt den Preis der Bundesforschungsministerin für die innovativste Arbeit. Der 19-Jährige entwickelte ein KI-gestütztes System zum Schutz vor Telefonbetrug. Seine selbst programmierte Software analysiert in Text umgewandelte Gesprächsinhalte automatisch und kann Täuschungsversuche in Echtzeit erkennen.
Im Fachgebiet Arbeitswelt setzte sich Götz Anft aus Niedersachsen durch. Der 19-Jährige untersuchte Filamente für den 3D-Druck und analysierte, wie sich unterschiedliche Feuchtigkeitsgehalte dieser Kunststoffe auf Druckqualität und mechanische Eigenschaften auswirken.
Im Fachgebiet Biologie gewann Jamila-Cate Tran aus Niedersachsen. Die 20-Jährige zeigte in einer statistischen Untersuchung, dass sogenannte SGLT-2-Hemmer, die bei Diabetes eingesetzt werden, auch für Patientinnen und Patienten nach Nierentransplantationen hilfreich sein können.
Den Bundessieg im Fachgebiet Chemie sicherten sich Levi Jekic, Lennart Antritter und Alexander Kluge aus Bayern. Die drei Jugendlichen analysierten eine komplexe Metallverbindung aus Bismut, Zinn, Zink und Aluminium. In zahlreichen Messreihen fanden sie ein Mischungsverhältnis, das verhindert, dass die Legierung bei hohen Temperaturen spröde wird.
Im Bereich Geo- und Raumwissenschaften gewannen Alexander Leukert und Leon Heinisch aus Baden-Württemberg. Die beiden entwickelten eine eigene Simulation, mit der sie zeigten, wie ein Satellit sicher auf stabilen Bahnen durch ein komplexes System mehrerer Himmelskörper navigieren kann.
Im Fachgebiet Mathematik/Informatik wurde Malte Rauschenbach aus Bayern ausgezeichnet. Der 15-Jährige entwickelte eine Art Übersetzer, mit dem sich KI-Modelle energiesparend und effizient auf lokale Hardware übertragen lassen.
Ben Waldmann aus Thüringen siegte im Fachgebiet Physik. Der 17-Jährige untersuchte die Rolle sogenannter Axion-Sterne im frühen Universum. Mit einem eigenen Rechenmodell konnte er einen Beitrag zur Erklärung der frühen Sternentstehung leisten.
Den Bundessieg im Fachgebiet Technik erhielt Stefan Weiß aus Bayern. Der 20-Jährige konstruierte einen tragbaren Multifunktions-Kalibrator, mit dem sich Digitalmultimeter für Spannung, Strom und Widerstand einfach und präzise prüfen lassen.
Neben den Fachpreisen wurde auch der Preis „Jugend forscht Schule 2026“ der Kultusministerkonferenz verliehen. Er ging an das Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach für ein besonders überzeugendes Konzept zur Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
Weitere Informationen, Kurzbeschreibungen der Projekte, Fotos, Videos sowie die virtuelle Wettbewerbsausstellung sind auf der Website von Jugend forscht abrufbar.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stiftung Jugend forscht e.V./Veröffentlicht am 31.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
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