Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer, erklärte zum vom Kabinett beschlossenen Bericht über die gewählten Ausbildungsabschlüsse in der generalistischen Pflegeausbildung, die vorgelegten Zahlen seien aus seiner Sicht kein Beleg dafür, dass der eingeschlagene Weg richtig sei. Vielmehr zeigten sie die Folgen einer aus seiner Perspektive fehlgeleiteten Ausbildungspolitik.
Er führte aus, das Konzept einer generalistischen Ausbildung mit anschließender Wahl eines Fachabschlusses habe sich seiner Einschätzung nach nicht bewährt. Dass sich nur sehr wenige Auszubildende für den Abschluss in der Altenpflege entschieden, begründe sich nach seiner Darstellung vor allem damit, dass Schulen diese Vertiefung häufig gar nicht anbieten. Zudem hätten sich die Erwartungen an deutlich steigende Ausbildungszahlen nicht erfüllt; selbst mehrere Jahre nach der Einführung gebe es aus seiner Sicht kaum Bewegung.
Meurer erinnerte daran, dass die eigenständige Altenpflegeausbildung zuvor eine hohe Anziehungskraft gehabt habe und innerhalb von zehn Jahren einen Zuwachs von rund 60 Prozent verzeichnete. Mit ihrer Abschaffung sei die Versorgungslandschaft in Deutschland nach seiner Bewertung spürbar geschwächt worden.
Abschließend plädierte er dafür, zügig eine Debatte über eine parallele Wiedereinführung einer eigenständigen Altenpflegeausbildung zu führen. Dadurch könnten sich Menschen wieder gezielt für die Versorgung älterer Menschen entscheiden.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von bpa – Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V./Veröffentlicht am 06.02.2026
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