Gen Z zwischen Unsicherheit und Anspruch: Was die neue Ausbildungsstudie zeigt

Nima

junge frau arbeitet im team im unternehmen

Während das laufende Ausbildungsjahr noch mitten in der Probezeit steckt – einer Phase, in der besonders viele Vertragsauflösungen stattfinden – haben McDonald’s Deutschland und das Institut für Demoskopie Allensbach aktuelle Zahlen vorgelegt, die aufhorchen lassen. Die fünfte Ausgabe der Ausbildungsstudie macht deutlich, dass viele junge Menschen der Generation Z verunsichert sind, an soziale Durchlässigkeit zweifeln und sich von politischen Entscheidungsträgern oftmals nicht ausreichend wahrgenommen fühlen.

Da der überwiegende Teil der neuen Ausbildungsverhältnisse noch keine drei Monate besteht, befinden sich zahlreiche Auszubildende derzeit in einer sensiblen frühen Phase. In vielen Betrieben werden deshalb spezielle Einführungstage organisiert, die neuen Mitarbeitenden den Einstieg erleichtern sollen. Wie bedeutsam solche Unterstützungsangebote sind, unterstreicht die aktuelle Ausbildungsstudie. Die repräsentative Befragung von Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren zeigt, dass die Generation Z heute deutlich skeptischer in die Zukunft blickt als noch vor wenigen Jahren. Ursachen dafür liegen vor allem in den Nachwirkungen der Pandemie, globalen politischen Konflikten sowie den schnellen Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die das Vertrauen in gesellschaftliche Stabilität und politische Handlungsfähigkeit spürbar erschüttert haben.

Zentrale Ergebnisse der Untersuchung

Schwindendes Vertrauen in Chancengleichheit:
Nur knapp die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass sich Leistung tatsächlich lohnt und sozialer Aufstieg erreichbar ist. 2019 lag dieser Anteil noch deutlich höher. Besonders Jugendliche aus finanziell schwierigeren Verhältnissen äußern zunehmende Zweifel.

Belastungen im Bildungssystem:
Lediglich ein Drittel bezeichnet die Berufswahl als unkompliziert. Es fehlt nach Ansicht vieler junger Menschen an praktischem Bezug, klarer Orientierung und Kompetenzen im digitalen Bereich.

Gefühl mangelnder politischer Einflussmöglichkeiten:
Ein Großteil der Befragten empfindet die Beteiligungsmöglichkeiten an politischen Entscheidungen als unzureichend.

Politik und Wirtschaft vor neuen Herausforderungen

Die Studie macht sichtbar, dass die Distanz zwischen Jugendlichen und politischen Institutionen wächst. Zwar besteht weiterhin großes Interesse an gesellschaftlichen Themen, dennoch fühlen sich viele junge Menschen nicht ausreichend vertreten. Besonders häufig äußern junge Frauen und sozial benachteiligte Jugendliche dieses Empfinden.

Auch in Unternehmen wird die besondere Rolle deutlich, die Betriebe in dieser Situation einnehmen. McDonald’s Deutschland betont, dass junge Menschen aktuell besonders viel Orientierung und Vertrauen benötigen. Die Ausbildungsstudie zeige aus Unternehmenssicht, dass die Gen Z klare Signale und verlässliche Rahmenbedingungen sowohl von politischer als auch wirtschaftlicher Seite erwartet. Das Unternehmen verweist darauf, dass in der eigenen Organisation Karriereschritte weiterhin realistisch und erreichbar seien und dass interne Entwicklungswege stabile Perspektiven böten.

Engagement von McDonald’s Deutschland

Als einer der größten Arbeitgeber in der deutschen Gastronomie und Mitinitiator des Berufsbildes „Fachmann/-frau für Systemgastronomie“ investiert McDonald’s bereits seit über zwei Jahrzehnten in eine moderne und praxisnahe Ausbildung. Das Ausbildungskonzept verbindet praktische Arbeit in der Küche mit organisatorischen und marketingbezogenen Inhalten. Für diese Standards wurde das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2025 für eine faire Ausbildung. Aktuell absolvieren mehr als 1.500 junge Menschen eine von drei möglichen Ausbildungsrichtungen im Unternehmen. 2024 lag die Übernahmequote bei 85 Prozent. Viele ehemalige Auszubildende übernehmen nach ihrer Ausbildung Führungsverantwortung im Restaurantmanagement und durchlaufen dabei ein strukturiertes internes Weiterbildungsprogramm. Zudem unterstützt das unternehmensinterne „Prep College“ Mitarbeitende ohne anerkannten Schulabschluss oder mit geringen Sprachkenntnissen bei der Vorbereitung auf eine Ausbildung.

Einschätzungen zur Studienlage

Aus dem Institut für Demoskopie Allensbach wird berichtet, dass die aktuellen Ergebnisse zeigen, wie unsicher viele junge Erwachsene ihre berufliche Zukunft einschätzen. Es werde deutlich, dass zunehmend bezweifelt wird, ob sich persönlicher Einsatz tatsächlich in gesellschaftlichem Aufstieg widerspiegeln könne.

Auch seitens des BDA wird darauf hingewiesen, dass Unternehmen eine besondere Verantwortung tragen. Junge Menschen wünschten sich Stabilität und Sinnhaftigkeit, brächten aber gleichzeitig eine große Bereitschaft zum Aufbruch und ein ausgeprägtes Wertebewusstsein mit. Eine solide berufliche Ausbildung verbinde praktische Fähigkeiten mit digitalen und sozialen Kompetenzen und eröffne echte Perspektiven. Frühzeitige Vernetzung zwischen Betrieben und Jugendlichen sei notwendig, wie bestehende Netzwerke bereits zeigten.

Der Bundesverband der Systemgastronomie betont, dass die Ergebnisse als deutliches Signal verstanden werden sollten. Viele Jugendliche hätten das Vertrauen in Leistungsbelohnung verloren. Aufgabe von Politik und Gesellschaft sei es nun, dieses Vertrauen wiederherzustellen. In der Systemgastronomie zeige sich täglich, dass Aufstiegsmöglichkeiten real sind, wenn Ausbildung, Förderung und Leistungsbereitschaft zusammenwirken.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von McDonald’s Deutschland/Veröffentlicht am 24.11.2025