Das neue digitale und kreative Lernzentrum TUMO Frankfurt hat seinen Betrieb aufgenommen. Die ersten drei Lerngruppen sind im rund 2.000 Quadratmeter großen Zentrum im Nordwestzentrum gestartet.
Fast 400 Jugendliche haben sich bereits angemeldet. Rund 36 Prozent von ihnen sind Mädchen und 64 Prozent Jungen. Mehr als 240 Jugendliche haben ihre ersten Lernangebote bereits begonnen, weitere Gruppen sollen nach den Herbstferien folgen.
Mitmachen können Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren. Die Teilnahme ist kostenlos.
Acht digitale und kreative Themenfelder
Bei TUMO können Jugendliche selbst entscheiden, mit welchen Themen sie sich beschäftigen möchten. Zur Auswahl stehen acht Lernfelder:
- 3D-Modellierung
- Animation
- Filmproduktion
- Game Development
- Grafikdesign
- Musikproduktion
- Programmieren
- Robotics
Eigene technische Geräte sind dafür nicht erforderlich. Auch Teilnahmegebühren oder andere Kosten fallen nicht an.
Frankfurts Bildungsdezernentin Sylvia Weber sieht in dem Zentrum eine Möglichkeit, selbstbestimmtes Lernen und kreative Medienarbeit miteinander zu verbinden. Jugendliche könnten dort ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln. Dass das Angebot kostenlos zugänglich sei, leiste zugleich einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit.
Coaches begleiten die Jugendlichen
Während ihrer Lernzeit werden die Jugendlichen zunächst von Coaches betreut. In späteren Workshops kommen Fachkräfte aus den jeweiligen Themenfeldern hinzu.
Die Coaches sollen als zentrale Ansprechpartner dienen und die Jugendlichen auf ihrem individuellen Lernweg begleiten.
Vor dem Start wurden zehn Coaches und 20 Workshop-Leitungen auf das TUMO-Konzept vorbereitet. Dazu gehörten zwei Wochen Training mit einem Team aus Armenien, Schulungen zum Kinderschutz sowie Hospitationen im TUMO-Zentrum in Berlin, das seit 2020 besteht.
Das Frankfurter Team soll weiter wachsen. Bewerbungen für Tätigkeiten als Coach oder Workshop-Leitung sind weiterhin möglich.
Jugendliche wählen ihren eigenen Lernweg
Zu Beginn lernen die Teilnehmenden zunächst das Zentrum und unterschiedliche Aktivitäten kennen.
Sie erhalten Einblicke in die verschiedenen Themenfelder und können anschließend entscheiden, welche Bereiche sie vertiefen möchten. Auf diese Weise soll für jeden Jugendlichen ein eigener Lernpfad entstehen.
Ein 14-jähriger Teilnehmer der ersten Gruppen zeigte sich nach Angaben der Stadt besonders von der Größe und Ausstattung des Zentrums beeindruckt. Er interessiere sich vor allem für das Programmieren und könne sich vorstellen, später eigene technische Projekte wie Server umzusetzen.
Bis zu 1.000 Jugendliche sollen Platz finden
Langfristig ist das TUMO Frankfurt für bis zu 1.000 Jugendliche ausgelegt.
Interessierte können auch nach dem Start noch in bestehende oder neue Gruppen einsteigen. Vor einer Anmeldung können Jugendliche und Eltern an Informationsveranstaltungen teilnehmen und sich das Zentrum sowie das Lernkonzept ansehen.
Weitere Informationsveranstaltungen sind am 26. September um 15 Uhr, am 7. Oktober um 18 Uhr sowie am 17. Oktober um 15 Uhr vorgesehen.
Lernen mit Workshops und Praxisprojekten
Das TUMO-Konzept kombiniert selbstständiges Lernen mit Workshops und praxisorientierten sogenannten Learning Labs.
Auf zwei Etagen stehen dafür unterschiedliche Lern- und Arbeitsbereiche zur Verfügung. Das Konzept wurde 2011 in Armenien entwickelt und wird inzwischen an zahlreichen Standorten weltweit eingesetzt.
Frankfurt ist der siebte TUMO-Standort in Deutschland und zugleich der erste in Hessen.
Stadt und Förderverein unterstützen das Projekt
Ermöglicht wurde das Zentrum durch die Zusammenarbeit der Stadt Frankfurt mit dem Förderverein für TUMO Frankfurt.
Nach Angaben des Fördervereins waren rund vier Jahre Vorbereitung nötig, um das Projekt umzusetzen. Unternehmen, Stiftungen sowie private Unterstützerinnen und Unterstützer tragen bereits zur Finanzierung bei.
Der Förderverein will weitere Partner gewinnen, um den Betrieb des Zentrums langfristig abzusichern. Auch Spenden, Fördermitgliedschaften und eine aktive Mitarbeit im Verein sind möglich.
Weitere Informationen zum Lernangebot, zu Veranstaltungen und zur Anmeldung stellt TUMO Frankfurt online bereit.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Frankfurt/Veröffentlicht am 21.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
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