Eine Initiative aus Berlin-Neukölln setzt sich dafür ein, dass Bildung und Lebenschancen nicht von Herkunft oder sozialem Status abhängen. Für diesen Einsatz verleiht die Stiftung Ravensburger Verlag dem Verein related e. V. den Leuchtturmpreis Ehrenamt 2025. Gemeinsam vermitteln hier Lehrkräfte und Jugendliche Wissen, um auf Bildungsdiskriminierung aufmerksam zu machen. Inzwischen sind 14 Ehrenamtliche in der 2019 gegründeten Initiative bundesweit aktiv. Sie gestalten Seminare für angehende Lehrkräfte, nehmen an Konferenzen teil und bringen sich in Podiumsdiskussionen ein, um Wege für bessere Startbedingungen von Kindern aufzuzeigen. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 24. November 2025 in Berlin an die Vereinsmitglieder Tobias Nolte und Mona Hamed überreicht – im Rahmen des Festakts zum 25-jährigen Jubiläum der Stiftung Ravensburger Verlag.
Mona Hamed, selbst in Neukölln aufgewachsen, hat erfahren, wie stark ungleiche Chancen Bildungswege prägen können. Sie schildert, dass Kindern häufig die Hoffnung und Motivation genommen werde, ihre Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Aus diesem Grund spreche sie seit sechs Jahren zusammen mit Gleichaltrigen in Workshops über die Erfahrungen, die Jugendliche an sogenannten Brennpunktschulen machen.
Auch Tobias Nolte, Mitgründer von related e. V. und ehemaliger Lehrer am Campus Rütli, betont, dass Bildungsungerechtigkeit auf vielen Ebenen spürbar sei und Kinder in ihrer Schulzeit vor zahlreichen Hürden stünden. Der Verein sei entstanden, nachdem er und seine Kolleginnen und Kollegen häufig um Erfahrungsberichte gebeten worden seien. Ihnen sei jedoch die einseitige Perspektive der Lehrkräfte zu wenig gewesen. Deshalb habe man Räume geschaffen, um Kinder selbst zu Wort kommen zu lassen und ihre Sicht ernst zu nehmen. Heute treten Jugendliche und Lehrkräfte gemeinsam auf – eine Leistung, die nach Aussage Noltes nur durch Teamarbeit möglich sei.
Lob kommt auch von der Stiftung Ravensburger Verlag. Vorstand Johannes Hauenstein hebt hervor, dass die Mitglieder um Tobias Nolte und Mona Hamed wüssten, wie Bildung Lebenswege beeinflusse – insbesondere, wenn sie ungleich verteilt sei. Mit Workshops, Seminaren, Vorträgen und Fortbildungen setze der Verein bundesweit Impulse. Besonders beeindruckt habe die Stiftung, wie klar die Ehrenamtlichen ihre Botschaften für eine zukunftsorientierte Bildungspolitik formulierten.
Der Leuchtturmpreis Ehrenamt wird seit 2011 jährlich vergeben. Er zeichnet Projekte aus, die durch neue Ansätze Teilhabe ermöglichen, Orientierung geben und das Aufwachsen junger Menschen fördern – sei es in der Familie, in Institutionen oder im Ehrenamt.
Im Jubiläumsjahr 2025 verleiht die Stiftung neben dem Leuchtturmpreis und dem Buchpreis Familienroman erstmals auch einen Sonderpreis für herausragende Bildungsarbeit. Die Ehrungen finden am 24. November 2025 bei einem Festakt in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund statt. Die Autorin, Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal hält die Festrede, Sozialminister Manne Lucha eröffnet die Veranstaltung und überbringt die Grüße der Landesregierung.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stiftung Ravensburger Verlag/ Veröffentlicht am 22.09.2025
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