Die Hannover zieht eine erste Zwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an ihren Schulen. Die Erkenntnisse aus den vergangenen Monaten sowie Rückmeldungen von Lehrkräften, Schüler*innen und Eltern sollen nun in die nächsten Schritte zur digitalen Weiterentwicklung der Schulen einfließen. Eine Ausweitung der Nutzung wird vorerst nicht weiterverfolgt.
Viele Beteiligte bewerten den Einsatz der digitalen Anwendungen grundsätzlich positiv. Besonders hervorgehoben werden neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, moderne Werkzeuge und eine vergleichsweise einfache Bedienung. Auch aus Elternsicht wird es begrüßt, dass Schüler*innen mit Programmen arbeiten, die auch außerhalb des Schulkontexts weit verbreitet sind.
Diese Einschätzungen spiegelten sich auch bei der Veranstaltung Digitale Schule wider, die Anfang März an der Leonore-Goldschmidt-Schule stattfand. Dort tauschten sich Lehrkräfte, Eltern sowie Fachleute der Stadt über ihre Erfahrungen mit digitalen Anwendungen im Unterricht aus.
Neben positiven Rückmeldungen gibt es jedoch auch kritische Perspektiven. Diese beziehen sich insbesondere auf den Einsatz von Software eines US-amerikanischen Anbieters im Bildungsbereich sowie auf damit verbundene datenschutzrechtliche Fragestellungen.
Die Bildungsdezernentin Eva Bender erklärte, dass bestehende Unsicherheiten ernst genommen würden. In den vergangenen Monaten sei Microsoft 365 bewusst nur eingeschränkt eingesetzt worden, um datenschutzrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden. Nun solle geprüft werden, wie ein Einsatz gestaltet werden könne, der sowohl den rechtlichen Vorgaben entspricht als auch den schulischen Alltag sinnvoll unterstützt.
Auch der Digitalisierungsdezernent Lars Baumann betonte, dass die bisherigen Erfahrungen eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung digitaler Werkzeuge an Schulen darstellten. Ziel sei es, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die auch anderen Schulträgern in Niedersachsen als Orientierung dienen könnten.
Nutzung vorerst nicht ausgeweitet
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass digitale Anwendungen die Zusammenarbeit im Schulalltag erleichtern können. Gleichzeitig bestehen weiterhin offene Fragen im Bereich Datenschutz. Vor diesem Hintergrund wird eine Ausweitung der Nutzung von Microsoft 365 zunächst zurückgestellt.
Erfahrungen aus dem Schulalltag
Bislang konnten die Schulen Microsoft 365 nur eingeschränkt nutzen, um datenschutzrechtliche Vorgaben einzuhalten. Verwendet wurden vor allem klassische Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint sowie Kommunikations- und Kollaborationstools wie Outlook, Teams und OneDrive. Erweiterte Funktionen, darunter auch KI-basierte Anwendungen, waren deaktiviert.
Die Rückmeldungen aus den Schulen zeigen ein gemischtes Bild: Einerseits erschweren bestimmte Einschränkungen den Arbeitsalltag, andererseits berichten Lehrkräfte von stabileren Systemen und verbesserten Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Unterricht.
Alternativen auf Basis europäischer Open-Source-Software bieten zwar mehr Transparenz und Flexibilität, sind jedoch häufig mit höherem technischem Aufwand verbunden. Sie erfordern zusätzliche personelle Ressourcen, spezielles Fachwissen sowie mehr Entwicklungs- und Supportleistungen. Für eine kommunale IT-Infrastruktur mit vielen Schulen und Geräten ist dies oft nur schwer wirtschaftlich umzusetzen.
Austausch mit Datenschutzbehörde
Um offene Fragen zu klären, plant die Stadt Hannover einen intensiveren Austausch mit dem Landesbeauftragten für Datenschutz in Niedersachsen. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die sowohl einen hohen Schutz sensibler Schüler*innendaten gewährleisten als auch im Schulalltag praktikabel sind. Die Ergebnisse könnten auch für andere Schulträger im Bundesland richtungsweisend sein.
Hintergrund
Microsoft 365 wird bereits in mehreren Bundesländern im Bildungsbereich eingesetzt. Hannover gehört zu den ersten Kommunen in Niedersachsen, die die datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen in enger Abstimmung mit der zuständigen Aufsichtsbehörde prüfen und weiterentwickeln wollen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stadt Hannover/Veröffentlicht am 10.03.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
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