Deutschkurse gekürzt: Integration und Fachkräfte fehlen

Nima

Integration beginnt mit der Sprache!

Gute Deutschkenntnisse gelten als Schlüssel für zugewanderte Menschen in Deutschland, um eigenständig ihren Lebensunterhalt zu sichern. Diese Auffassung teilen sowohl Fachleute des Arbeitsmarktes als auch viele Zugewanderte – unabhängig von ihrem rechtlichen Status. Ob geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer mit hoher Qualifikation, Asylsuchende im laufenden Verfahren oder Geduldete: Mit ausreichenden Sprachkenntnissen stünden ihnen gute Chancen offen, vakante Positionen in Unternehmen, im Gesundheitswesen oder in sozialen Berufen zu besetzen. Bisher boten die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanzierten Integrationskurse die Möglichkeit, Deutsch freiwillig zu erlernen. Doch diese Option entfällt nun: Neue Anträge von Freiwilligen werden nicht mehr genehmigt. Als Grund werden Haushaltskürzungen genannt.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) kritisiert den Ausschluss von geschätzten 130.000 Personen aus den Integrationskursen als kurzsichtig und widersprüchlich. DVV-Direktorin Julia von Westerholt betont, dass damit Menschen, die sich integrieren und arbeiten möchten, das Signal erhalten, ihr Engagement sei nicht erwünscht. Dies stehe im Widerspruch zur bisherigen Politik, Zugewanderte schnell in existenzsichernde Jobs zu vermitteln – besonders vor dem Hintergrund, dass bis 2035 ein Mangel von über sieben Millionen Fachkräften erwartet wird.

Folgen für Kommunen und Bildungseinrichtungen Der Wegfall der freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefährdet zudem das gesamte Sprachförderprogramm des Bundes. Laut DVV machten diese im ersten Halbjahr 2025 etwa 55 Prozent aller Kursteilnehmenden aus. Ohne sie wird in vielen Regionen die vom BAMF geforderte Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, was zu langen Wartezeiten für verpflichtete Zugewanderte und Kursausfällen führen wird. Volkshochschulen, die fast die Hälfte aller Integrationskurse anbieten, sehen sich gezwungen, Lehrkräfte zu entlassen und angemietete Räume ungenutzt zu lassen – eine zusätzliche Belastung für die bereits stark geforderten Kommunen. Eine schnelle Integration in den Arbeitsmarkt, die Städte und Gemeinden entlasten würde, ist ohne ausreichende Sprachkenntnisse kaum realisierbar.

Fehlende Kommunikation des Ministeriums Seit über zwei Jahrzehnten sind Volkshochschulen ein zentraler Partner der Bundesregierung bei der Integration von Zugewanderten. Besonders in Krisenzeiten, wie nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, bewährten sie sich: Innerhalb kurzer Zeit wurden die Kurskapazitäten deutlich erweitert, sodass Geflüchtete zügig Deutsch lernten und in den Arbeitsmarkt einsteigen konnten.

Die Streichung der freiwilligen Kurse war bereits seit Ende 2025 absehbar, doch die Träger erhielten erst unter öffentlichem Druck eine offizielle Bestätigung. Um die finanziellen Verluste zu begrenzen, müssen nun Kapazitäten abgebaut werden – mit der Folge, dass diese in zukünftigen Krisen fehlen werden.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Deutscher Volkshochschul-Verband/Veröffentlicht am 12.02.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.