Jugendliche aus nicht-akademischen Familien entscheiden sich deutlich seltener für ein Studium als ihre Altersgenossen aus akademisch geprägten Haushalten. Die diesjährigen 280 Absolventinnen und Absolventen des Studienkompass machen jedoch deutlich, dass der Bildungshintergrund der Familie nicht den Ausschlag für den weiteren Bildungsweg geben muss. Drei Jahre lang wurden sie im Rahmen des bundesweiten Stipendienprogramms begleitet – auf dem Weg zum Abitur ebenso wie beim Übergang in Studium oder Ausbildung. Zum Abschluss ihrer Förderung kamen viele von ihnen in Frankfurt am Main zusammen. Gemeinsam mit ihren ehrenamtlich engagierten Mentorinnen und Mentoren sowie den Partnern des Programms feierten sie diesen wichtigen Meilenstein und erinnerten sich an die gemeinsam verbrachte Zeit.
Für junge Menschen, in deren Familien es bisher keine akademischen Bildungswege gab, ist es häufig eine besondere Herausforderung, sich im vielfältigen Angebot nach der Schule zurechtzufinden. Auch Unsicherheiten in Bezug auf ein mögliches Studium und dessen Finanzierung sind in dieser Gruppe besonders ausgeprägt. Der Studienkompass setzt genau dort an, bietet Orientierung und ermutigt die Jugendlichen, ihren individuellen Weg auf Basis ihrer Fähigkeiten und Interessen selbstbestimmt zu gestalten – unabhängig von der sozialen Herkunft.
Die umfassende Förderung umfasst verschiedene Bausteine: praxisnahe Trainings, digitale Lernangebote, eine speziell entwickelte App sowie die kontinuierliche Unterstützung durch ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren. Der Erfolg dieser intensiven Begleitung zeigt sich auch in den sehr niedrigen Abbruchquoten – lediglich 3,9 Prozent bei den Studierenden und 1,1 Prozent bei den Auszubildenden brechen ihre Wege ab. Zum Vergleich: Bundesweit liegt die Abbruchquote bei Bachelorstudierenden bei 27 Prozent und bei Auszubildenden ohne Anschlussvertrag bei 13 Prozent.
Über den Studienkompass
Aktuell profitieren deutschlandweit über 1.200 Schülerinnen und Schüler aus nicht-akademischen Familien vom Studienkompass. Seit seiner Gründung haben rund 4.600 junge Menschen das Programm erfolgreich abgeschlossen.
Initiiert wurde das Förderprogramm von der Deutsche Bank Stiftung, der Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken (aim) sowie der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw). Zu den Hauptförderern zählen die Gertrud und Hellmut Barthel Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung und die Joachim Herz Stiftung.
Weitere Unterstützer sind unter anderem die Accenture-Stiftung, die Karl Schlecht Stiftung, die Hans Hermann Voss-Stiftung, die RAG-Stiftung, der Bundesverband Deutscher Stiftungen, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen von „Menschen stärken Menschen“, die PwC-Stiftung, die Eugen & Irmgard Hahn Stiftung sowie die Unternehmensverbände im Lande Bremen.
Weitere Informationen: www.studienkompass.de
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) gGmbH/ Veröffentlicht am 03.07.2025
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