Berufsunfähigkeit früh absichern

Nima

Student

Mit Ausbildung, Studium oder dem ersten Job beginnt für viele junge Menschen ein neuer Lebensabschnitt. An eine mögliche Berufsunfähigkeit denken dabei nur wenige. Dabei ist die eigene Arbeitskraft eine der wichtigsten Grundlagen für finanzielle Sicherheit.

Wer den Beruf wegen Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr ausüben kann, muss häufig mit deutlichen Einkommensverlusten rechnen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung soll dieses Risiko abfedern. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn die berufliche Tätigkeit dauerhaft stark eingeschränkt oder nicht mehr möglich ist.

Früher Abschluss kann Beiträge senken

Ein früher Blick auf die Absicherung kann sich finanziell lohnen. Die Beiträge einer Berufsunfähigkeitsversicherung hängen unter anderem vom Eintrittsalter und vom Berufsrisiko ab.

Wer bereits in der Schulzeit, während der Ausbildung oder im Studium eine BU abschließt, zahlt häufig niedrigere Beiträge als bei einem späteren Vertragsabschluss. Diese Konditionen gelten in der Regel über die gesamte Vertragslaufzeit. Ein früher Abschluss kann daher langfristig Kosten sparen.

Gesundheitszustand spielt wichtige Rolle

Neben dem Alter ist auch der Gesundheitszustand entscheidend. Vor dem Abschluss prüfen Versicherer die gesundheitliche Situation der Antragstellenden. Daraus ergibt sich, ob und zu welchen Bedingungen Versicherungsschutz möglich ist.

LVM-Versicherungsexpertin Ulla Echelmeyer empfiehlt, sich möglichst früh mit dem Thema zu beschäftigen. In jungen Jahren seien die Voraussetzungen für umfassenden Schutz häufig besser. Mit zunehmendem Alter steigt dagegen das Risiko, dass Vorerkrankungen oder Beschwerden die Versicherbarkeit erschweren oder zu Einschränkungen im Vertrag führen.

Gesundheitsfragen ehrlich beantworten

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, sollte Gesundheitsfragen genau, vollständig und wahrheitsgemäß beantworten. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben können später Probleme verursachen, wenn Leistungen beantragt werden.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft erhalten rund 80 Prozent der Antragstellenden eine Berufsunfähigkeitsrente. Ablehnungen erfolgen häufig, weil die Voraussetzungen für eine Berufsunfähigkeit nicht erfüllt sind oder weil wichtige Angaben fehlen.

Psychische Erkrankungen häufigste Ursache

Viele Menschen verbinden Berufsunfähigkeit vor allem mit schweren Unfällen. Die Zahlen zeigen jedoch ein anderes Bild. Nach Angaben des Versicherungsanalysten Morgen & Morgen waren psychische Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems im Jahr 2026 mit rund 32 Prozent die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit.

Dazu zählen unter anderem Depressionen, Burn-out und Angststörungen. Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Rückenleiden, Arthrose oder Gelenkprobleme folgten mit 18 Prozent. Krebserkrankungen machten 16 Prozent der Fälle aus.

Schwere Unfälle waren dagegen nur in acht Prozent der Fälle Ursache einer Berufsunfähigkeit. Das zeigt, dass das Risiko nicht nur Menschen in körperlich anstrengenden Berufen betrifft. Auch Beschäftigte mit Bürotätigkeiten können berufsunfähig werden.

Vertragsbedingungen genau prüfen

Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es nicht allein auf die Höhe der monatlichen Rente an. Entscheidend sind auch die Vertragsbedingungen.

Wichtig ist insbesondere der sogenannte abstrakte Verweisungsverzicht. Er soll verhindern, dass die Versicherung die versicherte Person auf einen anderen Beruf verweist, den sie theoretisch noch ausüben könnte.

Ein guter Vertrag schützt den zuletzt ausgeübten Beruf. Kann jemand diesen Beruf wegen Krankheit oder Unfall nur noch zu höchstens 50 Prozent ausüben, sollte die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente gezahlt werden. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob eine andere Tätigkeit grundsätzlich denkbar wäre.

Absicherung früh prüfen

Die fünf Fakten zeigen, dass Berufsunfähigkeit nicht nur ältere Menschen oder körperlich belastete Berufsgruppen betrifft. Krankheiten können sich schleichend entwickeln und jeden Beruf betreffen.

Wer sich früh mit der eigenen Absicherung beschäftigt, kann häufig von günstigeren Beiträgen, besseren Gesundheitsvoraussetzungen und langfristig verlässlicherem Schutz profitieren.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von LVM Versicherung/Veröffentlicht am 18.08.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.