BAföG-Reform bringt höhere Sätze und weniger Bürokratie

Nima

Bafög beantragen Kreidetafel Hinweis

Die geplante BAföG-Reform nimmt konkrete Formen an. Nachdem Bundesfinanzminister Lars Klingbeil im Haushaltsentwurf die erforderlichen finanziellen Mittel vorgesehen hat, haben sich die Koalitionsfraktionen auf höchster Ebene auf die inhaltliche Ausgestaltung der Reform verständigt.

Die bereits vereinbarten Verbesserungen bei den BAföG-Leistungen sollen demnach vollständig umgesetzt werden. Ziel ist es, Studierende finanziell stärker zu unterstützen, die Förderung verlässlicher zu gestalten und bürokratische Hürden abzubauen.

Koalition will vollständig in BAföG-Leistungen investieren

Wiebke Esdar, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, erklärte, die Koalition habe nach intensiven Verhandlungen sämtliche bereits beschlossenen Leistungsverbesserungen in voller Höhe sichern können.

Damit werde auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gezielt in Talente, Qualifikation und die Fachkräfte der Zukunft investiert. In einem Land, das mit Fachkräftemangel konfrontiert sei, wäre es nach ihrer Einschätzung politisch kurzsichtig, ausgerechnet beim BAföG Einsparungen vorzunehmen.

Oliver Kaczmarek, forschungspolitischer Sprecher, sieht in der Reform vor allem konkrete Vorteile für Studierende. Sie könnten künftig mit höheren Leistungen, mehr Planungssicherheit und weniger Bürokratie rechnen. Dadurch solle das Vertrauen in das BAföG als verlässliche Form der Studienfinanzierung gestärkt werden.

Nach der politischen Einigung müsse das parlamentarische Verfahren im Spätsommer zügig beginnen.

Wohnkostenpauschale steigt auf 440 Euro

Ein zentraler Bestandteil der Reform ist eine höhere Unterstützung bei den Wohnkosten. Die Wohnkostenpauschale soll zum Sommersemester 2027 von derzeit 380 Euro auf 440 Euro steigen.

Auch die allgemeinen Bedarfssätze werden angehoben. Zum Wintersemester 2027/28 ist eine Erhöhung auf 503 Euro vorgesehen. Eine weitere Anpassung soll zum Sommersemester 2029 erfolgen. Dann steigt der Bedarfssatz auf 563 Euro.

Lina Seitzl, zuständige Berichterstatterin, erklärte, das BAföG werde durch die geplanten Änderungen höher, einfacher und verlässlicher. Verbesserte Bedarfssätze, die höhere Wohnkostenpauschale sowie dynamisierte Freibeträge und schnellere digitale Antragsverfahren sollen wieder mehr junge Menschen erreichen.

Die finanzielle Situation der Eltern solle dabei weniger darüber entscheiden, ob ein Studium möglich ist. Ein leistungsfähiges BAföG sei zugleich ein Beitrag zu mehr Generationengerechtigkeit sowie eine Investition in Bildung, Fachkräfte und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.

Freibeträge werden künftig jährlich erhöht

Die Reform sieht außerdem eine regelmäßige Anpassung der Freibeträge vor. Ab dem Wintersemester 2028/29 sollen diese jedes Jahr um 1,5 Prozent steigen.

Ab 2030 ist zudem eine transparente und verlässliche Regelung geplant, mit der die Fördersätze überprüft und an das Grundsicherungsniveau angepasst werden können.

Auch bei den bisherigen Nachweispflichten soll es Erleichterungen geben. Der Leistungsnachweis ab dem fünften Fachsemester soll künftig entfallen.

Darüber hinaus wird die Digitalisierung der BAföG-Verfahren vorangetrieben. Anträge sollen grundsätzlich über das Portal BAföG Digital gestellt werden. Damit soll das Verfahren für Studierende einfacher und schneller werden.

Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von SPD-Bundestagsfraktion/Veröffentlicht am 09.07.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.